Vor der Global Chess League in Bengaluru
Der usbekische Grossmeister Javokhir Sindarov, der im November 2026 in Genf um die Weltmeisterschaft spielen wird, ist bei seiner Ankunft in Bengaluru auf besondere und traditionelle Weise begrüsst worden. Sindarov trifft im WM-Match vom 24. November bis 12. Dezember auf Titelverteidiger Gukesh Dommaraju.
Traditioneller Empfang im Hotel
Auf dem Instagram-Kanal „Chess with Lokesh“ wurde ein Video veröffentlicht, das die Ankunft des bekannten Grossmeisters in seinem Hotel in Bengaluru zeigt.

Eine Mitarbeiterin in einem traditionellen Sari empfängt Sindarov mit einem Tablett, auf dem sich unter anderem eine Flamme, Blumen und Süssigkeiten befinden. Zunächst wird ihm eine Süssigkeit angeboten, anschliessend erhält er ein rotes Zeichen auf die Stirn – einen Tilak.
Was bedeutet der Tilak?
Der Tilak ist ein traditionelles Zeichen, das in Indien auf die Stirn aufgetragen wird. Je nach religiösem, kulturellem und gesellschaftlichem Zusammenhang kann es unterschiedliche Bedeutungen haben und beispielsweise für Segen, Schutz, Glück oder Ehrerbietung stehen.
Bei einer feierlichen Begrüssung eines Gastes ist der Tilak Teil eines traditionellen Willkommensrituals und bringt Respekt und gute Wünsche zum Ausdruck.
Für Sindarov war es damit ein Empfang, der weit über das übliche Einchecken in einem Hotel hinausging.
Sindarov führt die American Gambits an
Der 20-jährige Usbeke ist nach Bengaluru gereist, um in der vierten Saison der Tech Mahindra Global Chess League anzutreten. Die Veranstaltung findet vom 5. bis 13. September 2026 in Bengaluru statt. Sindarov übernimmt bei den FYERS American Gambits die wichtige Rolle des Icon-Spielers.
Das Team ist hochkarätig besetzt:
Icon: Javokhir Sindarov
Superstar Men: Daniil Dubov, Nihal Sarin
Superstar Women: Bibisara Assaubayeva, Sara Khadem
Prodigy: Marc'Andria Maurizzi
Coach: Srinath Narayanan
Für Sindarov ist die Global Chess League zugleich einer der letzten grossen Auftritte vor seinem WM-Kampf gegen Gukesh in Genf. Damit beginnt sein Aufenthalt in Indien schon vor dem ersten Zug mit einem besonderen Moment: mit Süssigkeiten, guten Wünschen – und einem Tilak auf der Stirn.