Der amerikanische Grossmeister Hikaru Nakamura hat einen interessanten Vorschlag zur Zukunft der Schacholympiade gemacht. Seiner Meinung nach könnte das bedeutendste Mannschaftsturnier der Schachwelt erheblich an Prestige gewinnen, wenn es – ähnlich wie die Fussball-Weltmeisterschaft – nur alle vier Jahre ausgetragen würde.
Nakamura erklärte:
„Ich finde es interessant, dass die Fußball-Weltmeisterschaft nur alle vier Jahre stattfindet. Wenn die eigene Nationalmannschaft dort erfolgreich ist, geraten die Menschen regelrecht in Begeisterung. Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass manchmal weniger mehr ist. Gerade weil dieses Turnier nur alle vier Jahre ausgetragen wird, besitzt es einen ganz besonderen Stellenwert.“
Der fünffache US-Meister glaubt, dass dieses Modell auch dem Schach zugutekommen könnte:
„Ich denke, etwas Ähnliches könnte auch im Schach funktionieren. Es könnte weniger Turniere geben, die dafür seltener stattfinden – und genau dadurch würde das Interesse möglicherweise steigen.“
Besonders auf die Schacholympiade bezogen sagte Nakamura:
„Wenn die Schacholympiade alle vier Jahre statt alle zwei Jahre ausgetragen würde, hätte sie meiner Meinung nach deutlich bessere Chancen, grosse Sponsoren anzuziehen und sich zu einem wirklich prestigeträchtigen Ereignis zu entwickeln.“

Abschliessend schränkte der amerikanische Spitzengrossmeister jedoch ein:
„Ich behaupte nicht, dass sie dadurch automatisch zu einem riesigen Spektakel würde oder plötzlich zahlreiche Sponsoren anziehen würde. Das kann niemand mit Sicherheit sagen. Aber ich bin überzeugt, dass die Chancen dafür wesentlich grösser wären.“
Mit seinem Vorschlag stösst Nakamura erneut eine Diskussion über den Turnierkalender im internationalen Schach an – und darüber, ob weniger Veranstaltungen langfristig zu mehr Aufmerksamkeit und grösserem Prestige führen könnten.