Vom Schachbrett an den Pokertisch: Schachspieler gewinnt 4 Millionen Dollar in Las Vegas
Der kanadische Schachspieler Alex Livingston hat beim Main Event der World Series of Poker (WSOP) in Las Vegas den dritten Platz belegt und ein Preisgeld von 4 Millionen US-Dollar gewonnen.

Am Finaltisch der letzten drei Teilnehmer lag Livingston zunächst auf dem zweiten Platz nach Chipstand. Nach mehr als neun Stunden Spielzeit und fast 300 gespielten Händen setzte sich jedoch Hossein Ensan aus Deutschland durch und gewann die Siegprämie von 10 Millionen US-Dollar. Der Italiener Dario Sammartino belegte Rang zwei und erhielt 6 Millionen US-Dollar. Livingston, der zwischenzeitlich sogar die Führung im Chipcount übernommen hatte, schied in der rund 200. Hand des Finaltages aus. Er ging mit einem Paar Buben All-in, musste sich jedoch gegen Ensans Paar Damen geschlagen geben.
Erfolgreicher Schachspieler
Alex Livingston wurde 1987 in Halifax (Kanada) geboren und gehörte in seiner Jugend zu den stärkstenNachwuchsspielern des Landes. Er vertrat Kanada bei mehreren internationalen ugendmeisterschaften, bevor er sich zunehmend dem professionellen Pokersport widmete.

Der Erfolg von Livingston zeigt erneut, dass viele Spitzenschachspieler auch am Pokertisch erfolgreich sind. Strategisches Denken, mathematische Präzision, psychologisches Gespür und die Fähigkeit, unter Druck die richtigen Entscheidungen zu treffen, gehören in beiden Disziplinen zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren.