Schachgrössen in Aktion – auf dem Fussballplatz
Für unsere Rubrik „In Bild und Wort“ veröffentlichen wir eine seltene historische Aufnahme aus dem Jahr 1982. Ein Blick auf fast vergessene Seiten der Schachgeschichte: Berühmte Grossmeister im sportlichen Einsatz – diesmal nicht auf 64 Feldern, sondern auf dem Fussballplatz.

Foto: Historische Aufnahme / Archiv Bildunterschrift:
Schachstars auf dem Fussballplatz im Jahr 1982: Yasser Seirawan gegen Jan Timman sowie Larry Christiansen gegen Ex-Weltmeister Boris Spasski.
Auf dem Foto sehen wir:
• Yasser Seirawan – Jan Timman • Larry Christiansen – Boris Spasski
Das Jahr 1982 war für diese Schachgrössen auch am Brett besonders interessant. Beim hochkarätigen Phillips & Drew Kings Tournament in London spielten alle vier im selben starken Teilnehmerfeld. Yasser Seirawan belegte mit 8 aus 13 einen hervorragenden dritten Platz hinter den Turniersiegern Anatoli Karpow und Ulf Andersson. Timman, Spasski und Christiansen gehörten ebenfalls zum Feld.
Jan Timman gewann 1982 zudem das starke Turnier von Mar del Plata mit 9,5 Punkten aus 13 Partien vor Lajos Portisch. Seirawan teilte dort mit Karpow und Polugajewski den dritten Platz.
Im selben Jahr fand vom 29. Oktober bis 16. November die 25. Schacholympiade in Luzern statt. Yasser Seirawan und Larry Christiansen gehörten zur Mannschaft der USA, die hinter der Sowjetunion und der Tschechoslowakei die Bronzemedaille gewann. Seirawan gehörte zu den besonders hervorgehobenen Spielern des US-Teams. Eine aussergewöhnliche Aufnahme aus dem Jahr 1982: vier Grossmeister, ein Fussball – und für einen Moment kein Schachbrett. Foto: Historische Aufnahme / Archiv Bildunterschrift: Schachstars auf dem Fussballplatz im Jahr 1982: Yasser Seirawan gegen Jan Timman sowie Larry Christiansen gegen Ex-Weltmeister Boris Spasski.
Video des Tages: Magnus „rudert“ für Norwegen

Während Magnus Carlsen Norwegens Sieg gegen Brasilien noch vor dem Fernseher verfolgt hatte, reiste er zum Viertelfinalduell der Norweger gegen England persönlich nach Miami.
Die Fernsehkameras entdeckten ihn beim Spielstand von 1:1 auf der Tribüne. Mehr noch: Magnus schloss sich den norwegischen Fans beim charakteristischen „Rudern“ an – einer besonderen Art, die Erfolge der norwegischen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zu feiern.
Diese Fanchoreografie verbreitete sich schnell viral und wurde zu einem der auffälligsten Symbole der Weltmeisterschaft.
Norwegen verpasste jedoch den Einzug ins Halbfinale und unterlag England nach Verlängerung mit 1:2. Dennoch dürfen die Norweger mit ihrem Auftritt bei der Weltmeisterschaft durchaus zufrieden sein.