Historische : FIDE-SPERRE FÜR EX-WELTMEISTER KRAMNIK (2)

S.Adzic

Pressemitteilung der FIDE- 25. Oktober 2025

Für die Leser von schachinfo.ch veröffentlichen wir nachfolgend die Erklärung von FIDE-Präsident Arkady Dworkowitsch vom 25. Oktober 2025 zum Fall Wladimir Kramnik.

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Darin kündigte der FIDE-Präsident an, dass Kramniks öffentliche Äusserungen – sowohl vor als auch nach dem tragischen Tod von Grossmeister Daniel Naroditsky – von der Ethik- und Disziplinarkommission der FIDE geprüft werden. Gleichzeitig bekräftigte Dworkowitsch das klare Bekenntnis des Weltschachverbandes zu Respekt, Menschenwürde und Verantwortung sowie zum konsequenten Vorgehen gegen Belästigung und Mobbing innerhalb der Schachgemeinschaft.

Pressemitteilung der FIDE:

Das menschliche Leben und die Würde jedes Menschen sind grundlegende Werte, die uns alle verbinden. So gross unsere Liebe und unser Respekt für das Schachspiel auch sind, das unsere Gemeinschaft vereint – diese Werte müssen immer an erster Stelle stehen. In jüngster Zeit hat sich die öffentliche Debatte innerhalb der Schachwelt allzu oft über die Grenzen des Akzeptablen hinaus bewegt. Dadurch wurden nicht nur der Ruf von Menschen beschädigt, sondern auch ihr persönliches Wohlergehen beeinträchtigt. Wenn dies geschieht, können Diskussionen in Belästigung, Mobbing und persönliche Angriffe ausarten – ein besonders ernstes Problem in der heutigen Zeit. Die Schachgemeinschaft hat die Leistungen von Grossmeister Wladimir Kramnik seit jeher mit grossem Respekt gewürdigt, und sein Beitrag zu unserem Sport ist unbestritten. Mit aussergewöhnlichen Erfolgen geht jedoch auch eine besondere Verantwortung einher: die Grundsätze von Fairness und Respekt zu wahren und als Botschafter unseres Sports aufzutreten. Daher werde ich gemeinsam mit dem FIDE-Managementrat sämtliche relevanten öffentlichen Äusserungen von Grossmeister Wladimir Kramnik – sowohl vor als auch nach dem tragischen Tod von Grossmeister Daniel Naroditsky – offiziell an die Ethik- und Disziplinarkommission der FIDE zur unabhängigen Prüfung weiterleiten. Gleichzeitig bekräftige ich, dass die FIDE in jedem Fall angemessen handeln wird, wenn innerhalb der Schachgemeinschaft mangelnder Respekt, öffentliche Belästigung oder Mobbing festgestellt werden. Wir alle tragen gemeinsam die Verantwortung dafür, dass unser Sport ein Ort der Integrität, des Respekts und der Menschlichkeit bleibt – Werte, die stets stärker sein müssen als Feindseligkeit und Spaltung.

Arkady Dworkowitsch, Präsident der FIDE

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