Grischuk kritisiert FIDE-„einem Schlag ins Gesicht“
Grossmeister Alexander Grischuk hat die Entscheidung der FIDE-Ethik- und Disziplinarkommission (EDC) gegen Wladimir Kramnik scharf kritisiert. Gegenüber der russischen Zeitung Gazeta Metro bezeichnete er das Urteil als „formale Entscheidung“ und verglich es mit „einem Schlag ins Gesicht“. Grischuk erklärte, Kramnik, der inzwischen nicht mehr aktiv an Turnieren teilnehme, sei Ziel einer „gross angelegten organisierten Kampagne der Belästigung“ geworden. Nach seiner Auffassung habe sich die Ethikkommission dieser Kampagne angeschlossen.
Ausserdem sagte der russische Großmeister, dass er von der Arbeit der Kommission nie viel gehalten habe. Sollte er die Möglichkeit dazu haben, würde er „absolut alles“ an der heutigen Struktur der FIDE verändern.
Grischuks Äusserungen folgen auf die Entscheidung der FIDE-Ethik- und Disziplinarkommission vom 3. Juli, mit der Wladimir Kramnik wegen mehrerer Verstöße gegen den FIDE-Ethikkodex schuldig gesprochen wurde. Zu den Vorwürfen zählen unter anderem Belästigung, Cybermobbing, psychische Einschüchterung sowie das Erheben falscher oder unbegründeter öffentlicher Anschuldigungen