Boris Becker: „SCHACH RETTETE MICH IM GEFÄNGNIS “

S.A.

„Die Albträume verfolgen mich noch heute. Aber Schach hat mir geholfen.“

Der ehemalige Tennis-Weltranglistenerste Boris Becker hat in seinen neuen Memoiren „Inside“ offen über seine Zeit im Gefängnis gesprochen – und dabei auch verraten, welche wichtige Rolle das Schachspiel für ihn spielte.

„Im Gefängnis habe ich weder gejammert noch anderen die Schuld gegeben“, schreibt Becker. „Ich sagte mir: ,Gut, ich habe einen schweren Fehler gemacht.‘ Mit jedem Monat hinter Gittern kommt man sich selbst näher.“

Der dreimalige Wimbledon-Sieger bezeichnet seine Haft in Grossbritannien als eine der schmerzhaftesten Erfahrungen seines Lebens.

Der heute 57-Jährige berichtet, dass ihm seine Ehefrau und ein sehr kleiner Freundeskreis die nötige Kraft gegeben hätten. Gleichzeitig habe ihm das Schachspiel geholfen, den Blick nach vorne zu richten.

„Ich überlegte mir meinen ersten Zug, den zweiten, den dritten … Es wurde wie eine lange und schöne Schachpartie.“

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Schach sei für ihn der beste Weg gewesen, den Geist aktiv zu halten.

„Schach war für mich die einfachste Möglichkeit, mein Gehirn fit zu halten. Glauben Sie mir – im Gefängnis gab es sehr starke Schachspieler. Man hat dort kaum Gelegenheit, mit jemandem zu reden. Deshalb wurde Schach zu meinem Rettungsanker. Für mich ist es das schönste Spiel der Welt.“

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Becker wurde zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Aufgrund einer britischen Sonderregelung für ausländische Strafgefangene kam er bereits im Dezember 2022 nach einigen Monaten Haft frei und wurde nach Deutschland abgeschoben.

Der gebürtige Leimener bei Heidelberg veröffentlichte inzwischen seine Erinnerungen an die Zeit im Gefängnis unter dem Titel „Inside“. Im Jahr 2024 heiratete die deutsche Tennislegende in Italien zum dritten Mal – seine Ehefrau ist Lilian Carvalho Monteiro.

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