Wesley So: „ICH ENTSCHEIDE MICH FÜR DIE OLYMPIADE ...

Wesley So: „Ich entscheide mich für die Olympiade – Nakamura wohl für die GCL“

Wesley So gibt der Schacholympiade den Vorzug vor der Global Chess League Der internationale Schachkalender im September ist aussergewöhnlich dicht gefüllt.

Das wichtigste Ereignis ist zweifellos die 46. Schacholympiade in Usbekistan. Der amerikanische Grossmeister philippinischer Herkunft Wesley So hat nun gegenüber der Times of India seine Prioritäten klar benannt. So entschied sich, der Schacholympiade den Vorzug gegenüber der Global Chess League (GCL) zu geben, obwohl beide Veranstaltungen nahezu zeitgleich stattfinden. Die FIDE hatte die Durchführung der Global Chess League genehmigt, obwohl beide Turniere im September angesetzt sind.

Seit 2014 vertritt Wesley So die Vereinigten Staaten. Eine wichtige Rolle spielte er beim Gewinn der Goldmedaille der US-Nationalmannschaft bei der Schacholympiade 2016. Zuvor war er bei Olympiaden für die Philippinen angetreten.

„Die Global Chess League endet am 13. September, die Olympiade beginnt bereits am 15. September. Wenn ich beide Turniere spiele, kann ich mich keinem von beiden vollständig widmen“, erklärte Wesley So gegenüber der Times of India.

„Ich spiele sehr gerne Mannschaftswettbewerbe.“ Der amerikanische Grossmeister äusserte zudem die Hoffnung, dass sein Landsmann und Weltranglistenzweiter Hikaru Nakamura ebenfalls für die US-Nationalmannschaft bei der Olympiade antreten wird. „Das würde ich wirklich gerne sehen, aber höchstwahrscheinlich wird Hikaru in der Global Chess League spielen“, fügte So hinzu. Sollte Nakamura tatsächlich fehlen, könnte die amerikanische Mannschaft in Usbekistan mit folgender Aufstellung antreten:

• Fabiano Caruana • Wesley So • Hans Niemann • Leinier Dominguez • Levon Aronian

Als Ersatzspieler kämen vermutlich Awonder Liang und Samuel Sevian zum Einsatz.

Auch ohne Nakamura wäre dies eine äusserst starke Mannschaft und einer der Hauptfavoriten auf die Goldmedaille. Dennoch würde das Fehlen des Weltranglistenzweiten den Amerikanern im Kampf um den Olympiasieg zweifellos schmerzen.

Die Entscheidung von Wesley So unterstreicht einmal mehr die Bedeutung der Schacholympiade, die für viele Spitzenspieler trotz lukrativer Alternativen weiterhin den höchsten Stellenwert im Mannschaftsschach besitzt.

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