Der amerikanische Spitzengrossmeister Hikaru Nakamura hat erklärt, warum er nicht beabsichtigt, bei der Schacholympiade 2026 in Samarkand für die USA anzutreten.
Nakamura: „Wegen der Honorare werde ich nicht an der Olympiade teilnehmen“
In einem vielbeachteten Statement kritisierte Nakamura die finanziellen Bedingungen für die Spieler der US-Nationalmannschaft scharf.
„Zehn Jahre sind vergangen, und das Honorar ist immer noch dasselbe.“
Der amerikanische Grossmeister erklärte: „Das Angebot für die Teilnahme an der Olympiade lag bei 10.000 Dollar. Tatsächlich waren es, glaube ich, 10.500 Dollar. Der Bonus für eine Goldmedaille beträgt 4.000 Dollar. Das ist alles.“ Nakamura erinnerte daran, dass er bereits bei der Schacholympiade 2016 in Baku für die Vereinigten Staaten spielte und dort mit seinem Team die Goldmedaille gewann. „Als ich 2016 bei der Olympiade gespielt habe, ich glaube in Baku, haben wir Gold gewonnen. Wissen Sie, wie hoch der Bonus damals war? 4.000 Dollar.“
Besonders kritisierte er, dass sich die Vergütung in den vergangenen zehn Jahren nicht verändert habe.
„Jetzt sind wir zehn Jahre später, und die Bezahlung ist exakt dieselbe wie damals. Ich weiss nicht, ob die Verantwortlichen des US-Schachverbandes davon gehört haben, aber es gibt da etwas, das Inflation heisst.“
Nakamura ging sogar noch einen Schritt weiter:
„Sogar Länder der Dritten Welt bezahlen ihre Spieler besser – und das ist kein Scherz. Der Bonus ist buchstäblich derselbe wie vor zehn Jahren.“
Zum Abschluss beantwortete er die zahlreichen Fragen seiner Anhänger unmissverständlich: „Um alle Fragen zu beantworten, die mir gestellt werden: Ich habe nicht die Absicht, bei der Olympiade zu spielen.“
Sollte Nakamura tatsächlich auf einen Start verzichten, wäre dies ein schwerer Verlust für die amerikanische Nationalmannschaft. Die USA gehören traditionell zu den Mitfavoriten auf die Medaillen und zählen zusammen mit Indien, Usbekistan und China zu den stärksten Mannschaften der Welt.