Olympiade Usbekistan 2026: KANN INDIEN DAS DOPPELTE OLYMPIAGOLD VON 2024 VERTEIDIGEN?

Indien gilt heute als die führende Schachnation der Welt. Doch vor der Schacholympiade 2026 in Samarkand steht die Mannschaft unter erheblichem Erfolgsdruck.

Der Auftritt der indischen Spitzenspieler beim jüngsten Norway Chess-Turnier in Stavanger lässt sich nicht allein auf den glänzenden Turniersieg von Rameshbabu Praggnanandhaa reduzieren.

Hinter seinem Triumph verbargen sich auch einige weniger erfreuliche Ergebnisse. Weltmeister Dommaraju Gukesh belegte den letzten Platz im Teilnehmerfeld. Auch im Frauenturnier landeten die beiden Inderinnen Divya Deshmukh und Humpy Koneru auf den hinteren Rängen der Tabelle. Drei Monate vor der Schacholympiade 2026 in Samarkand, bei der Indien seine historischen Doppel-Goldmedaillen von Budapest 2024 verteidigen möchte, zeigen sich somit erste Anzeichen einer gewissen Verwundbarkeit der indischen Spitzenspieler.

Ein weiterer interessanter Hinweis ergibt sich aus der aktuellen FIDE-Weltrangliste. Unter den Top 10 befindet sich derzeit nur ein Inder – Arjun Erigaisi. Zum Vergleich: Die USA stellen drei Spieler in den Top 10, Usbekistan zwei.

Besondere Aufmerksamkeit verdient deshalb das derzeit laufende UzChess Masters in Taschkent. Mit Ausnahme von Javokhir Sindarov, der seine Teilnahme kurzfristig absagte, ist nahezu die gesamte usbekische Nationalmannschaft vertreten, um ihre Form vor der Olympiade zu testen.

Vor heimischem Publikum wird Usbekistan zweifellos zu den gefährlichsten Konkurrenten Indiens im Kampf um die Goldmedaille zählen. Die Ergebnisse in Taschkent könnten daher bereits erste Hinweise darauf liefern, welche Nation im September als Favorit nach Samarkand reisen wird.

Quelle: Europe Échecs – für Schachinfo.ch zusammengefasst.

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