Die FIDE hat die Frist für die Einreichung von Bewerbungen zur Ausrichtung des Schach-Weltmeisterschaftskampfes 2026 verlängert.
Nach Angaben des Weltschachverbandes sind bei der FIDE-Zentrale in Lausanne bereits mehrere Absichtserklärungen potenzieller Ausrichter eingegangen. Das Interesse an der Organisation des wichtigsten Schachereignisses des Jahres ist somit vorhanden.
Allerdings verlangt die FIDE von den Bewerbern umfangreiche staatliche Garantien. Hintergrund sind die hohen finanziellen Anforderungen an die Ausrichtung des WM-Kampfes. Da die notwendigen Mittel in der Regel aus staatlichen Budgets oder mit staatlicher Unterstützung bereitgestellt werden, benötigt die Beschaffung der erforderlichen Garantien mehr Zeit als ursprünglich erwartet.

Aus diesem Grund hat die FIDE beschlossen, das offizielle Bewerbungsverfahren bis zum 21. Juni 2026 zu verlängern. Damit erhalten die Interessenten ausreichend Zeit, sämtliche Unterlagen einzureichen und sich als Gastgeber des prestigeträchtigsten Ereignisses im internationalen Schach zu bewerben – des WM-Kampfes zwischen Gukesh Dommaraju (Indien) und Javokhir Sindarov (Usbekistan).

Jeder Bewerber muss das offizielle Bewerbungsformular auf der FIDE-Website ausfüllen. Die Bewerbung muss eine detaillierte Aufschlüsselung des Budgets enthalten, einschließlich der vorgeschlagenen Zahlungen an die FIDE für kommerzielle und Sponsorenrechte, der Gebühren für Übertragungsrechte sowie der Aufteilung der Sponsoren- und Medienrechte zwischen der FIDE und dem Organisator. Interessant ist auch die finanzielle Dimension des Projekts. Der WM-Kampf 2023 verfügte über einen empfohlenen Preisfonds von 2 Millionen Euro. Seit 2024 hat die FIDE den Mindestpreisfonds auf 2,5 Millionen US-Dollar angehoben. Dieser Betrag gilt auch für den WM-Zyklus 2026.
Die Schachwelt wartet nun gespannt auf die Bekanntgabe der Bewerberstädte und Länder. Noch ist offen, wo das Duell zwischen dem amtierenden Weltmeister Gukesh und seinem Herausforderer Sindarov ausgetragen wird.
Sicher ist jedoch bereits heute: Der Kampf um die Schachkrone wird eines der grössten Ereignisse des Schachjahres 2026 werden.
Interessante Zahl: Wer den WM-Kampf 2026 zwischen Gukesh und Sindarov ausrichten möchte, muss laut FIDE mindestens 2,5 Millionen US-Dollar Preisfonds sowie ein Gesamtbudget von rund 8,5 Millionen US-Dollar garantieren. Damit gehört die Schach-Weltmeisterschaft zu den finanziell anspruchsvollsten Einzelveranstaltungen im internationalen Schachkalender.