Fehler der Champions: DIE MODERNEN WELTMEISTER SIND EIN WITZ ! “

Fehler der Champions: Die modernen Weltmeister sind ein Witz.“

Diskussion nach Keymers Niederlage gegen Praggnanandhaa:

Die Armageddon-Partie zwischen Vincent Keymer und R. Praggnanandhaa in der 4. Runde des Norway Chess 2026 sorgt weiterhin für Diskussionen in der Schachwelt. Besonders deutlich äusserte sich Grossmeister Adrian Mihalcisin, der über Jahrzehnte zahlreiche Weltmeister persönlich erlebt und gegen viele von ihnen gespielt hat.

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Mihalcisin schrieb:

Ich war in den vergangenen Jahren persönlich bei den Turnieren in Zagreb und Warschau sowie bei weiteren Spitzenturnieren anwesend. Ich habe gegen alle Weltmeister von Smyslow bis Anand gespielt. Ich muss ganz offen sagen: Die modernen Weltmeister sind ein Witz.“ Die provokante Aussage löste zahlreiche Reaktionen aus. So antwortete Thomas Heuer: „Ich teile diese Frustration, um ehrlich zu sein. Viele Spieler konzentrieren sich heute fast ausschliesslich auf die Eröffnungsvorbereitung und können mit Hilfe von Engines extrem tiefe Varianten auswendig lernen. In modernen Turnieren reicht das oft aus, um gute Ergebnisse zu erzielen – sogar gegen echte Allrounder mit einem wesentlich umfassenderen Schachverständnis.“

Im Mittelpunkt der Diskussion steht eine kritische Stellung aus der Armageddon-Partie Keymer – Praggnanandhaa. Dort unterlief dem deutschen Grossmeister ein schwerer Fehler, der die Partie praktisch sofort entschied.

Thomas Heuer beschrieb den Moment in literarischer Form:

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Der Turm auf c1 stand dort wie ein alter Wächter – solide, schweigsam, eine Figur, die in einer scheinbar intakten Stellung vollkommen sicher wirkte. Und dann hob Keymer ihn an und stellte ihn nach c2, plötzlich ungeschützt, als hätte er seine Rüstung genau in dem Augenblick abgelegt, als die Dunkelheit näher rückte. Der Gegner brauchte nun keine Genialität mehr, sondern nur noch die einfache Kombination, die dieser eine Zug ans Licht brachte. Für einen Augenblick wirkte die gesamte Stellung ausgehöhlt – alles, was sie zusammengehalten hatte, brach in sich zusammen, mit der brutalen Gewissheit von etwas, das schon lange darauf gewartet hatte, zu zerbrechen.“

Die Stellung aus der Armageddon-Partie wird inzwischen von vielen Kommentatoren als eines der dramatischsten Beispiele dafür angesehen, wie ein einziger ungenauer Zug auf höchstem Niveau eine bis dahin ausgeglichene Partie sofort kippen kann.

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