Batumi, Gerogien RUNDE 8: IM VEGA GUTIERREZ AN DER SPITZE

Hnatyshyn bleibt an der Spitze -Favoritinnen unter Druck

Die 25. Europäische Frauen-Schachmeisterschaft findet vom 25. Mai bis 5. Juni 2026 in der georgischen Hafenstadt Batumi statt. Gespielt wird über 11 Runden nach Schweizer System im Euphoria Convention & Casino Hotel. Mehr als 150 Spielerinnen aus 32 europäischen Föderationen nehmen an dem prestigeträchtigen Wettbewerb teil. Zehn Teilnehmerinnen verfügen über eine Elo-Zahl von über 2400 Punkten. Das Turnier gehört zum Zyklus der FIDE-Frauenweltmeisterschaft und dient zugleich als Qualifikation für den nächsten Frauen-Weltcup. Mindestens zehn Spielerinnen sichern sich über die Europameisterschaft einen Platz im World Cup. Die Bedenkzeit beträgt 90 Minuten für die ersten 40 Züge, anschließend weitere 30 Minuten bis zum Partieende, ergänzt durch einen 30-Sekunden-Inkrement pro Zug ab dem ersten Zug. Batumi zählt seit vielen Jahren zu den bedeutendsten Schachzentren Europas und bietet erneut hervorragende Bedingungen für eines der wichtigsten Frauenturniere des Jahres.

Foto: European Chess Union.

Europäische Frauen-Schachmeisterschaft 2026

Batumi – Runde 8: Hnatyshyn bleibt an der Spitze, Favoritinnen unter Druck

Die 8. Runde der Europäische Frauen-Schachmeisterschaft 2026 in Batumi brachte erneut spannende Kämpfe und einige Überraschungen. An den Spitzenbrettern wurde kompromisslos um jeden halben Punkt gekämpft, während die Tabellenführende Anastasiia Hnatyshyn ihre Position an der Spitze verteidigen konnte. Spitzenpaarungen der 8. Runde

Anastasiia Hnatyshyn – Olga Badelka ½–½ Die Tabellenführerin aus der Ukraine musste sich diesmal mit einem Remis zufriedengeben. Gegen die erfahrene Großmeisterin Olga Badelka verlief die Partie ausgeglichen. Nach präzisem Spiel auf beiden Seiten wurde der Punkt geteilt.

Monika Socko – Ulviyya Fataliyeva 0–1 Für eine der grössten Überraschungen des Tages sorgte die aserbaidschanische Grossmeisterin Ulviyya Fataliyeva. Mit den schwarzen Figuren besiegte sie die frühere Europameisterin Monika Socko und schob sich damit in die Spitzengruppe vor.

Tereza Rodshtein – Aleksandra Dimitrijevic 0–1 Die serbische Grossmeisterin Aleksandra Dimitrijevic erzielte einen wichtigen Sieg gegen die höher eingeschätzte Tereza Rodshtein und verbesserte ihre Position in der Tabelle deutlich.

Nadya Toncheva – Mai Narva 0–1 Mai Narva setzt ihr starkes Turnier fort. Die Estin gewann eine weitere wichtige Partie und bleibt im Kampf um die Spitzenplätze.

Weitere bemerkenswerte Ergebnisse:

• Sabrina Vega Gutierrez – Meri Arabidze 1–0 • Nika Venskaya – Nino Maisuradze 1–0 • Charis Peglau – Ecrin Efsa Büyük 1–0 • Inga Khurtsilava – Monika Tsiganova 1–0 • Dinara Wagner – Jana Schneider 1–0 • Klaudia Kulon – Anastasiya Rakhmangulova 1–0 • Zeinab Mamedjarova – Anamarija Radikovic 1–0

Sofiia Hryzlova hält sich in der Spitzengruppe

Die einzige Schweizer Vertreterin bei der Europäischen Frauen-Schachmeisterschaft 2026 in Batumi, WIM Sofiia Hryzlova (2226), setzte ihre starke Turnierleistung auch in der 8. Runde fort. Gegen die polnische Großmeisterin Alicja Sliwicka (2315) erreichte die Schweizerin ein solides Remis und erhöhte ihr Punktekonto um einen weiteren halben Zähler.

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Sofiia Hryzlova – Alicja Sliwicka ½–½

Die Partie entwickelte sich aus einer scharfen Variante des Wolgagambits (Benko-Gambit). Nach einer komplizierten Mittelspielphase gelang es Hryzlova, die Stellung auszugleichen und in ein Turmendspiel überzuleiten. Im Endspiel verfügte Weiß über aktivere Figuren, während Schwarz durch präzise Verteidigung alle Gewinnversuche neutralisierte. Nach mehreren Vereinfachungen einigten sich die Spielerinnen auf Remis. Die Schlussstellung zeigte ein vollkommen ausgeglichenes Turmendspiel, in dem keine Seite realistische Gewinnchancen besass. Starker Auftritt der Schweizer Vertreterin

Nach acht Runden gehört Sofiia Hryzlova weiterhin zu den positiven Überraschungen des Turniers. Die Schweizerin startete mit mehreren überzeugenden Partien, feierte wichtige Siege und hält sich trotz der starken Konkurrenz weiterhin im erweiterten Spitzenfeld. Besonders bemerkenswert ist ihr Erfolg gegen mehrere höher eingestufte Gegnerinnen. Damit sammelt die Schweizer Vertreterin nicht nur wertvolle Elo-Punkte, sondern bestätigt auch ihre kontinuierliche Entwicklung auf internationaler Ebene.

Kampf um die Medaillen spitzt sich zu

Drei Runden vor Schluss wird das Rennen um den Europameistertitel immer spannender. Anastasiia Hnatyshyn behauptet weiterhin die Führung, doch mehrere Verfolgerinnen liegen nur wenige Punkte zurück.

Besonders stark präsentieren sich derzeit: • Anastasiia Hnatyshyn (Ukraine) • Ulviyya Fataliyeva (Aserbaidschan) • Mai Narva (Estland) • Klaudia Kulon (Polen) • Dinara Wagner (Deutschland)

Vorschau auf Runde 9 Die nächste Runde könnte bereits eine Vorentscheidung im Kampf um den Titel bringen. Die Spitzenpaarungen versprechen hochklassiges Schach und direkten Schlagabtausch zwischen den Medaillenkandidatinnen. Batumi 2026 bleibt eines der spannendsten Frauenturniere der letzten Jahre. Vor den letzten drei Runden ist im Kampf um Gold, Silber und Bronze noch alles offen.

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