Bukarest 1953: EIN INTERNATIONALER MEISTER VOR DREI SPÄTEREN WELTMESIETRN

Eine der grössten Überraschungen der Schachgeschichte

In der Schachgeschichte gibt es viele spektakuläre Turniersiege. Doch nur äusserst selten gelingt es einem Internationalen Meister, ein Spitzenturnier zu gewinnen und dabei gleich drei Schachweltmeister hinter sich zu lassen. Genau das geschah beim 3. Internationalen Turnier von Bukarest, das vom 26.Januar bis 25. Februar 1953 ausgetragen wurde.

Den Turniersieg sicherte sich der sowjetische Internationale Meister Alexander Tolusch. Bemerkenswert ist, dass Tolusch damals noch keinen Grossmeistertitel trug. Erst später wurde ihm der Titel verliehen. Vor Smyslow, Petrosjan und Spasski.

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Alexander Tolush (1910–1969): Der sowjetische Internationale Meister gewann 1953 das internationale Turnier in Bukarest und verwies die späteren Weltmeister Wassili Smyslow, Tigran Petrosjan und Boris Spasski auf die Plätze. Wenig später erhielt Tolush den Grossmeistertitel. Foto: Archiv

Das Teilnehmerfeld war aussergewöhnlich stark. Hinter Tolusch platzierten sich drei Spieler, die später Schachgeschichte schreiben sollten: • Wassili Smyslow, Weltmeister von 1957 bis 1958, • Tigran Petrosjan, Weltmeister von 1963 bis 1969, • Boris Spasski, Weltmeister von 1969 bis 1972.

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Bukarest 1953: Der junge Boris Spasski spielt gegen Victor Ciocâltea. Im Hintergrund sitzen Alexander Tolush, Tigran Petrosjan und Wassili Smyslow – vier Protagonisten eines der denkwürdigsten Turniere der Schachgeschichte. Foto: Archiv

Dass ein Internationaler Meister ein Turnier vor gleich drei Weltmeistern gewinnt, dürfte bis heute zu den aussergewöhnlichsten Ergebnissen der internationalen Schachgeschichte gehören.

Der Angriffskünstler Alexander Tolusch

Alexander Tolusch (1910–1969) galt als einer der kreativsten Angriffsspieler der Sowjetunion. Seine kompromisslose Spielweise begeisterte Publikum und Experten gleichermassen. Neben seinen Turniererfolgen wurde er später auch als Trainer bekannt. Zu seinen berühmtesten Schülern gehörte Boris Spasski, der später selbst den Weltmeistertitel gewann.

Ein fast vergessenes Meisterstück

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Der Triumph von Bukarest 1953 ist heute nur noch wenigenSchachfreunden bekannt. Dabei gehört er zweifellos zu den aussergewöhnlichsten Leistungen der Turniergeschichte: Ein Internationaler Meister gewann ein stark besetztes internationales Turnier und verwies drei spätere Weltmeister auf die Plätze. Mehr als 70 Jahre später bleibt dieser Erfolg ein faszinierendes Kapitel der Schachgeschichte.

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