Europäische Frauen-Einzelmeisterschaft in Batumi
Favoritinnen setzen sich durch – Jana Schneider mit starkem Sieg !
Bei der Europameisterschaft der Frauen in Batumi gab es in der aktuellen Runde zahlreiche interessante Ergebnisse. Viele Favoritinnen konnten sich durchsetzen, während einige Überraschungen ebenfalls nicht ausblieben.
Die georgische Internationale Meisterin Meri Arabidze bestätigte ihre starke Form und besiegte Anastasiia Hnatyshyn souverän. Ebenfalls erfolgreich war die spanische IM Sabrina Vega Gutierrez, die sich gegen die höher eingeschätzte Aserbaidschanerin Ulviyya Fataliyeva durchsetzen konnte.
Eine überzeugende Leistung zeigte die ehemalige Frauen-Weltmeisterin Anna Ushenina, die Alina Bivol bezwang. Remis trennten sich hingegen Anastasiya Rakhmangulova und die bulgarische Spitzenspielerin Nurgyul Salimova.
Für die deutschen Schachfreunde besonders erfreulich war der Auftritt von Jana Schneider. Die deutsche Nationalspielerin besiegte die favorisierte IM Gunay Mammadzada und sammelte damit einen wichtigen Punkt im Kampf um die Spitzenplätze.
Für eine der grössten Überraschungen der Runde sorgte die erst 1986 Elo starke Polina Kobak, die die erfahrene Grossmeisterin Alicja Sliwicka besiegen konnte.
Die Europameisterschaft bleibt damit weiterhin äusserst spannend. Zahlreiche Titelkandidatinnen liegen noch dicht beieinander, und bereits in den kommenden Runden könnten richtungsweisende Entscheidungen im Kampf um die Medaillen fallen.
Ergebnisse Runde 7 :
Meri Arabidze – Anastasiia Hnatyshyn 1:0 Sabrina Vega Gutierrez – Ulviyya Fataliyeva 1:0 Anna Ushenina – Alina Bivol 1:0 Anastasiya Rakhmangulova – Nurgyul Salimova ½:½ Oliwia Kiolbasa – Klaudia Kulon ½:½ Olga Badelka – Mariam Mkrtchyan 1:0 Eline Roebers – Gulenay Aydin 1:0 Laura Unuk – Lela Javakhishvili 1:0 Mai Narva – Ketevan Arakhamia-Grant 1:0 Bella Khotenashvili – Yelyzaveta Hrebenshchykova 1:0 Dinara Wagner – Liwia Jarocka ½:½ Jana Schneider – Gunay Mammadzada 1:0 Sophie Milliet – Josefine Safarli 1:0 Monika Socko – Elmira Mirzoeva 1:0 Elina Danielian – Gabriela Antova 1:0 Hanna Marie Klek – Anastasia Kirtadze 1:0 Irina Bulmaga – Rebeca Jimenez Fernandez 1:0
Drei Spielerinnen an der Spitze nach sieben Runden
Nach sieben von elf Runden der Europameisterschaft der Frauen in Batumi hat sich an der Tabellenspitze ein spannendes Rennen entwickelt. Gleich drei Spielerinnen führen das Feld mit jeweils sechs Punkten an. Die grösste Überraschung des Turniers bleibt die erst 2207 Elo starke ukrainische WFM Anastasiia Hnatyshyn, die weiterhin mit den Favoritinnen Schritt hält. Gemeinsam mit ihr liegen die georgische IM Meri Arabidze sowie die spanische IM Sabrina Vega Gutierrez mit jeweils sechs Punkten an der Spitze. Nur einen halben Punkt dahinter folgt eine siebenköpfige Verfolgergruppe mit 5,5 Punkten. Dazu gehören die Slowenin Laura Unuk, die Montenegrinerin Alexandra Zherebtsova, die Niederländerin Eline Roebers, die ehemalige Frauen-Weltmeisterin Anna Ushenina, die für Österreich spielende Olga Badelka sowie weitere Titelanwärterinnen.
Tabellenstand nach der 7. Runde
6 Punkte • Anastasiia Hnatyshyn (Ukraine) • Meri Arabidze (Georgien) • Sabrina Vega Gutierrez (Spanien)
5,5 Punkte • Laura Unuk (Slowenien) • Alexandra Zherebtsova (Montenegro) • Eline Roebers (Niederlande) • Anna Ushenina (Ukraine) • Olga Badelka (Österreich)
5 Punkte • Ulviyya Fataliyeva (Aserbaidschan) • Oliwia Kiolbasa (Polen) • Monika Socko (Polen) • Nadya Toncheva (Bulgarien) • Mai Narva (Estland) • Polina Kobak (Armenien) • Nurgyul Salimova (Bulgarien) • Anna-Maja Kazarian (Niederlande) • Sophie Milliet (Frankreich) • Anastasiya Rakhmangulova (Ukraine) • Klaudia Kulon (Polen) • Jana Schneider (Deutschland) • Bella Khotenashvili (Georgien)
Wichtiger halber Punkt für Sofiia Hryzlova
Die Schweizer Vertreterin WIM Sofiia Hryzlova (2226) hat in der 7. Runde der Europameisterschaft der Frauen in Batumi ein wertvolles Remis gegen die italienische Grossmeisterin Marina Brunello (2366) erzielt. Mit den schwarzen Figuren hielt Hryzlova die Partie jederzeit im Gleichgewicht und sicherte sich nach solidem Spiel einen wichtigen halben Punkt gegen die deutlich höher eingeschätzte Gegnerin. Nach sieben Runden kommt die Schweizerin damit auf 4 Punkte aus 7 Partien und bleibt im Mittelfeld des stark besetzten Teilnehmerfeldes. Hryzlova war mit zwei Siegen ins Turnier gestartet und sorgte bereits in der zweiten Runde mit ihrem Erfolg gegen die talentierte Engländerin Bodhana Sivanandan für Aufsehen. Nach weiteren wechselhaften Ergebnissen gelang ihr nun gegen Brunello ein weiteres beachtenswertes Resultat. Bei noch vier ausstehenden Runden bietet sich der Schweizer Nationalspielerin weiterhin die Möglichkeit, ihre Platzierung deutlich zu verbessern und das Turnier erfolgreich abzuschliessen.