Rustem Kasimdschanow (geboren am 5. Dezember 1979 in Usbekistan) war von 2004 bis 2005 FIDE-Weltmeister. Auf einem YouTube-Kanal sprach er über interessante Details aus der Zeit zu Beginn des 21. Jahrhunderts, als der 13. Schachweltmeister Garri Kasparow die Schachwelt dominierte.

Rustem Kasimdschanow erklärte, dass die Atmosphäre bei Turnieren während der Ära von Garri Kasparow äusserst angespannt gewesen sei. Kasparows starke Persönlichkeit und sein Ego hätten grossen Einfluss auf alle Spieler ausgeübt.
Seiner Meinung nach wurde die Schachwelt deutlich entspannter und freundlicher, nachdem Kasparow seine Karriere beendet hatte. Er betonte, dass Spitzenspieler nach dessen Rückzug aus dem professionellen Schach endlich wieder aufatmen konnten.
Kasimdschanow:
„Kasparow war für mich wirklich der unangenehmste Gegner. Aber nicht nur wegen seiner schachlichen Stärke, sondern auch wegen seiner Energie und seines psychologischen Drucks. Magnus Carlsen würde Kasparow heute wahrscheinlich besiegen. Warum? Weil sich Schach auf höchstem Grossmeisterniveau grundlegend verändert hat. Das Niveau des modernen Schachs ist deutlich gestiegen.“
Auf YouTube sprach der ehemalige FIDE-Weltmeister auch über das Jahr 2006, als ein Match Kasparow – Kasimdschanow geplant war:
„Zu diesem geplanten Match kam es nicht – und zwar nicht wegen Geld oder fehlender Sponsoren. Nach den Verhandlungen wollte Kasparow am Ende einfach doch nicht gegen mich spielen.“