Quelle: Times of India
Henrik Carlsen, der Vater von Magnus Carlsen, hat dem amtierenden Weltmeister Gukesh Dommaraju seine Unterstützung ausgesprochen und auf die enormen Herausforderungen hingewiesen, mit denen junge Spitzenspieler konfrontiert sind.
„Wenn man mit 18 Jahren einen Weltmeisterschaftskampf gewinnt, dann muss das selbst für einen Spieler wie Gukesh, der bereits mit zwölf Jahren Großmeister wurde und offensichtlich über außergewöhnliche Fähigkeiten im Bereich der mentalen Vorbereitung verfügt, eine enorme Belastung gewesen sein.

Auf eine solche Art von Druck und auf derartige Erwartungen kann man sich eigentlich nicht wirklich vorbereiten. Er versucht sein Bestes, um mit den Ergebnissen und seinem Spiel umzugehen. Ich denke, wenn man in so jungen Jahren die Spitze der Schachwelt erreicht, ist das unglaublich schwierig. Ich bin nicht sicher, ob es gut ist, wenn Kinder bereits so früh einem derartigen Druck ausgesetzt werden. Kinder sollten einfach Freude an dem haben, was sie tun, ohne die Erwartungen ihres Umfelds ständig spüren zu müssen. Zum Glück gab es damals, als Magnus ein Kind war, noch nicht so viele soziale Medien und auch nicht diese enorme öffentliche Aufmerksamkeit.“
Die Aussagen von Henrik Carlsen werfen erneut die Frage auf, wie viel Druck junge Spitzentalente im modernen Schach verkraften müssen. Gerade im Zeitalter von sozialen Medien, Livestreams und permanenter öffentlicher Beobachtung stehen junge Weltklassespieler mehr denn je im Rampenlicht.
Foto: Lennart Ootes*