Verletzter Alireza Firouzja spielt Runde 5 des Super Chess Classic aus dem Bett

Photo: Lennart Ootes
Nach der dritten Runde und einer Knochelverletzung beim Super Chess Classic in Rumaenien haette sich Alireza Firouzja (Frankreich) durchaus entscheiden koennen, das Turnier vorzeitig zu beenden. Stattdessen verzichtete er lediglich auf die vierte Runde gegen Fabiano Caruana. Doch in Runde 5 kehrte er zurueck – und zwar auf aussergewoehnliche Weise: Gegen Javokhir Sindarov spielte Firouzja die Partie aus dem Bett, da er nicht laufen konnte!

Die Organisatoren stellten ihm einen speziellen Raum direkt neben seinem Hotelzimmer zur Verfuegung, damit er dort in Anwesenheit eines Schiedsrichters spielen konnte.
Alireza musste sein Bein in einem bestimmten Winkel halten, damit sich die Verletzung nicht verschlimmerte. Der Schiedsrichter sass waehrend der Partie im Raum und beobachtete das Geschehen. Mit den weissen Figuren geriet Firouzja in eine schlechtere Stellung, kaempfte jedoch bis zum Ende und schaffte es, gegen den Herausforderer auf den Weltmeistertitel ein Remis zu erreichen. Die Partie dauerte mehr als fuenf Stunden!!
Haben Sie jemals einen professionellen Schachspieler gesehen, der ein Turnier am Brett waehrend er im Bett liegt spielt?
Es gibt eine Geschichte, die in diesem Zusammenhang erwaehnenswert ist. Sie handelt von Tony Miles (England) beim Interzonenturnier in Tilburg 1985. Wegen Rueckenschmerzen erlaubte ihm der Turnierarzt, waagerecht liegend zu spielen. Miles spielte einige Partien auf einer Massageliege und teilte am Ende den ersten Platz.

Eine weitere aehnliche Geschichte ist das beruehmte Foto von Mikhail Tal im Krankenhaus waehrend des FIDE Kandidatenturniers 1962, als Bobby Fischer ihn besuchte und beide gemeinsam eine Schachpartie analysierten.

Schach schreibt immer wieder Geschichten, die man kaum glauben kann – und Alireza Firouzja hat dem Jahr 2026 nun eine weitere hinzugefuegt.