Schachfest in Stockholm versammelt über 7.000 Teilnehmer (2)

VON KLEINEN STERNEN ZU WELTMEISTERN: SCHACHFEST IN STOCKHOLM

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Der zweite Tag des Chess-Party-Festivals, der am 18. April in Schweden in der "Avicii Arena" stattfand, brachte junge Talente, erfahrene Spieler und Weltstars wie Magnus Carlsen, Judit Polgar, Levy Rozman, Pia Cramling, Anna Cramling, Andrea Botez und viele andere zu einem lebendigen Schachfest zusammen. Mit über 7.000 Teilnehmern und 25 Veranstaltungen innerhalb von zwei Tagen hat sich das Festival rasch als eines der dynamischsten Treffen im internationalen Schachkalender etabliert.

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Der Tag begann mit dem Turnier „Little Star Girls Blitz“, das Mädchen unter 18 Jahren vorbehalten war. Eröffnet wurde es von der schwedischen Großmeisterin Pia Cramling, die für eine freundliche und herzliche Atmosphäre sorgte. Das Turnier war als unterhaltsamer und fördernder Wettbewerb konzipiert und bot jungen Mädchen die Möglichkeit, Schach in einem positiven Umfeld zu erleben. Es ist Teil einer breiteren internationalen Initiative der FIDE Women’s Commission, deren Ziel es ist, Mädchen weltweit für das Schachspiel zu begeistern.

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Parallel dazu fand die „Queen’s Party“ statt – ein inklusives Turnier für Frauen aller Altersgruppen und Spielstärken, offen für Anfängerinnen ebenso wie für jene, die ihre Fähigkeiten weiterentwickeln oder ihren Platz in der Schachgemeinschaft entdecken möchten. Zwischen den Runden hatten die Teilnehmerinnen die Gelegenheit, einen Vortrag von Judit Polgar zu hören, einer der größten Schachspielerinnen der Geschichte.

Das Chess-Party-Festival hat sich mit über 7.000 Besuchern zu einem der dynamischsten Treffen im internationalen Schachkalender entwickelt.

Gleichzeitig wurde ein grosses Open-Turnier mit etwa 1.000 Spielern organisiert, das allen offenstand – unabhängig von Alter, Rating oder Erfahrung – und damit den inklusiven Geist des Festivals vollständig widerspiegelte.

Gemeinschaft und Bildung im Fokus

„Schackfyran“ ist ein Wettbewerb, bei dem jeder Teilnehmer zählt. Gleichzeitig handelt es sich um den grössten klassenbasierten Schachwettbewerb der Welt, an dem jährlich rund 25.000 Viertklässler aus mehr als 1.000 Klassen teilnehmen. Seit seiner Gründung im Jahr 1979 hat er über einer halben Million zehnjähriger Kinder das Schachspiel beigebracht und umfasst etwa ein Drittel aller schwedischen Schüler dieses Alters.

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Jesper Hall, Direktor des Chess-Party-Festivals und Präsident der Bildungskommission der European Chess Union, erklärte: „Diese Initiative geht auf das Jahr 1979 zurück und ist im Kern ein soziales Projekt. Ziel ist es nicht, Kinder zu Spitzenschachspielern zu machen, sondern das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Das System ‚1-2-3 Bauer‘ zeigt, dass jedes Kind wichtig ist: ein Punkt für die Teilnahme, zwei für ein Remis und drei für einen Sieg. Stärkere Spieler helfen schwächeren, und die Idee ist, die ganze Klasse einzubeziehen und durch Schach ein Gefühl der Einheit zu schaffen.“

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Einer der Höhepunkte des Tages war der Vortrag von Henrik Carlsen, der über die Anfänge der Karriere von Magnus Carlsen sprach – über seine frühen Herausforderungen, seine Entwicklung und die Schlüsselfaktoren, die ihn an die Weltspitze geführt haben. Besonders großes Interesse zeigten die jungen Teilnehmer, die sogar die Gelegenheit hatten, Fragen direkt an Magnus Carlsen zu stellen, der sich online zuschaltete.

Stars, Diskussionen und Zukunftsvisionen

Die Anwesenheit von Levy Rozman sorgte für große Begeisterung. Sein Treffen mit Fans zog Hunderte von Menschen an, die auf ein Foto mit ihm warteten. Später nahm er auch an einem zweistündigen Programm auf der Hauptbühne teil, gemeinsam mit Judit Polgar und Anna Cramling – gefüllt mit Bildung, Humor und Interaktion mit dem Publikum.

Die Veranstaltung zeichnete sich durch eine starke Präsenz von Frauen im Schach aus. Judit Polgar, Pia Cramling und Anna Cramling sprachen über die Herausforderungen, mit denen Frauen im Schach konfrontiert sind, mögliche Lösungen und die Bedeutung der Unterstützung junger Mädchen. Besonders diskutiert wurde das Titelsystem und die Frage, ob getrennte Titel für Frauen und Männer noch notwendig sind.

Die Veranstaltung unterstrich eindrucksvoll die Bedeutung von Inklusion und die Förderung junger Talente durch soziale Projekte wie Schackfyran.

Dana Reizniece, Vizepräsidentin des FIDE-Verwaltungsrats, sprach über die Themen „Schach und Führung“ sowie „Die Zukunft des Schachs“ und betonte, dass Schach Fähigkeiten fördert, die weit über das Spiel hinausgehen.

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An der Veranstaltung nahm auch die ehemalige Weltmeisterin Antoaneta Stefanova teil, die eine Simultanpartie spielte und eine Meisterklasse gab. Zu den Gästen gehörten auch David Howell und Jon Ludvig Hammer, die im beliebten Format „Fordere den Großmeister heraus“ gegen das Publikum spielten.

Die jungen Teilnehmer beteiligten sich aktiv an den Wettbewerben und hatten die Möglichkeit, besondere Preise zu gewinnen. Die gesamte Atmosphäre war äußerst lebendig und freudig, geprägt von Enthusiasmus, Lachen und einem starken Gemeinschaftsgefühl – ein Erlebnis, das sich viele in den kommenden Jahren erneut wünschen werden.

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