Kandidatenturnier 2026: Die Macht der Sekundanten

Kandidatenturnier 2026 – Acht Asse, acht Sekundanten!

Das Kandidatenturnier 2026 auf Zypern ist in vollem Gange – acht Weltklasse-Grossmeister kämpfen um das Recht, den Weltmeister herauszufordern. Doch hinter den Kulissen gibt es eine zweite, oft unsichtbare Elite: die Sekundanten. Sie analysieren, bereiten vor, motivieren – und tragen einen erheblichen Teil der Last während eines Turniers.

Die Teams der Kandidaten

Anish Giri – Jan Smits

Hikaru Nakamura – Chris Littlejohn

Rameshbabu Praggnanandhaa – Vaibhav Suri

Matthias Blübaum – Rasmus Svane

Andrey Esipenko – David Paravyan

Wei Yi – Bai Jinshi, Dai Changren

Javokhir Sindarov – Roman Vidonyak

Fabiano Caruana – Cristian Chirila, Grigoriy Oparin

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Was ist ein Sekundant?

Sekundanten sind feste Mitglieder des Teams eines Schachspielers und begleiten ihn während eines Turniers. In vielen Fällen sind Trainer gleichzeitig auch Sekundanten – Analysten, Strategen und psychologische Stützen in einer Person.

Sekundanten sind die „unsichtbaren Grossmeister“ im Hintergrund – und vielleicht der entscheidende Faktor im Rennen um die Weltmeisterschaft.

Das Niveau der Sekundanten

Meistens übernehmen Internationale Meister (IM) oder Grossmeister (GM) diese Rolle. Sekundanten unterhalb dieses Niveaus sind selten. enter image description here

In der modernen Ära spielt zudem die Computerkompetenz eine entscheidende Rolle: Einige Topspieler arbeiten gezielt mit Spezialisten, die sich perfekt mit Engines und Datenbanken auskennen.

Ein Blick in die Geschichte

Bereits im 19. Jahrhundert gab es Sekundanten – allerdings mit ganz anderer Funktion: Sie führten Partien mit, organisierten Wettbedingungen oder fungierten als Vertrauenspersonen. Erst später wurde ihre Rolle professionell. Emanuel Lasker nutzte gezielt die Hilfe von Simon Alapin und Heinrich Wolf für konkrete Eröffnungsvorbereitung im WM-Kampf gegen Siegbert Tarrasch (1908). Spätestens seit dem WM-Turnier 1948 gehören hochqualifizierte Sekundanten zur absoluten Spitze des Schachs.

Die Aufgaben eines Sekundanten

  • Analyse laufender Turniere und Vorbereitung gegen Hauptkonkurrenten

  • Entwicklung neuer Ideen und Überraschungen in der Eröffnung

  • Psychologische Unterstützung: Ruhe, Fokus und Stabilität unter Druck

  • Organisation und Entlastung (Manager, Sekretär, Koordinator)

  • Motivation und Aufbau von Selbstvertrauen – besonders in kritischen Momenten

Im modernen Spitzenschach gewinnt längst nicht mehr nur der Spieler am Brett. Es gewinnt das gesamte Team und die Strategie dahinter.

Im modernen Spitzenschach gewinnt längst nicht mehr nur der Spieler am Brett. Es gewinnt das gesamte Team. Sekundanten sind dabei die „unsichtbaren Grossmeister“ im Hintergrund – und vielleicht der entscheidende Faktor im Rennen um die Weltmeisterschaft.

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