Javokhir Sindarov vor dem Weltmeisterschaftskampf gegen Gukesh

SINDAROV: Wenn ich den Weltmeistertitel gewinne, glaube ich, dass ich ihn 2028 gegen meinen Landsmann Nodirbek Abdusattorov verteidigen werde.

Der usbekische Grossmeister Nodirbek Abdusattorov half Sindarov, auf Zypern zu glänzen. Sindarov.
Im modernen Spitzenschach ist ein Ereignis wie jenes vor und während des Kandidatenturniers 2026 auf Zypern eher untypisch. Deshalb geben wir die Aussagen von Sindarov und seinem Trainer für die usbekische „Gazeta“ wieder, die nach dem Ende des Turniers gemacht wurden. Trainerhilfe und Zusammenarbeit bei der Eröffnungsvorbereitung zwischen Top-Grossmeistern – noch dazu Teamkollegen aus der Nationalmannschaft – sind ein seltener Fall. Obwohl Schach ein überwiegend individueller Sport ist, war Teamarbeit in der Vergangenheit typisch für Spitzengrossmeister aus der ehemaligen Sowjetunion.

enter image description here

Wie bekannt ist, gewann Javokhir Sindarov das Kandidatenturnier 2026 mit einem Rekordergebnis von 10 Punkten aus 14 Partien. Damit erwarb er das Recht, den amtierenden Weltmeister Dommaraju Gukesh (Indien) herauszufordern. Hier ist, was der zukünftige Herausforderer des Weltmeisters, Javokhir Sindarov, der usbekischen „Gazeta“ verriet:

„Ende des Jahres erwartet mich ein Match gegen Gukesh. Das Publikum sagt: Zwei junge Wunderkinder spielen gegeneinander. Ja, so ist es. So Gott will, werde ich gewinnen! Ich hoffe, dass ich im nächsten Match zur Verteidigung der Weltkrone gegen Nodirbek Abdusattorov spielen werde.“

Sindarovs Sekundant, der 19-jährige Grossmeister Muhiddin Madaminov, erklärte, dass das Team vor dem Turnier eine zwanzigtägige Vorbereitung absolviert habe.

,„Nodirbek Abdusattorov hat uns sehr geholfen – wir haben wie ein grosses Team gearbeitet. Dieses Turnier war psychologisch sehr schwierig. Javokhir und ich sind enge Freunde, daher habe ich versucht, ihn nicht nur professionell, sondern auch menschlich zu unterstützen. Hinter diesem Ergebnis stehen harte Arbeit, Motivation und ein wenig Glück. Ich denke, die Gebete des Volkes und die Aufmerksamkeit des Staates für das Schach haben Früchte getragen“, betonte er.

Selten und lobenswert! Wie wird Indien auf diese Entwicklungen reagieren? Wird Gukesh Hilfe von seinen Landsleuten Rameshbabu Praggnanandhaa, Arjun Erigaisi, Nihal Sarin erhalten, oder wird sich Dommaraju auf sein bisheriges Team verlassen?

Man kann sich kaum vorstellen, was Bobby Fischer zu einer solchen gemeinsamen Vorbereitung und offenen Zusammenarbeit gesagt hätte. Der legendäre amerikanische Weltmeister hatte nie Mitarbeiter, Trainer oder Sekundanten!! Auf seinem Weg zum Titel – den er 1972 im Match gegen Spasski gewann – besiegte er die besten sowjetischen Grossmeister wie Taimanow, Petrosjan und schliesslich Spasski.

Ähnliche Beiträge